Anatomie einer Differential-Dosierwaage

Funktionsprinzip der Differential-Dosierwaagen

Bei einer Differential-Dosierwaage wird das Dosiergerät mit einem Trichter, der das Schüttgut enthält, auf einer Plattformwaage oder in einem hängenden Wägesystem montiert. Das Gewicht des Dosiergeräts und des Trichters wird elektronisch tariert.

Das Schüttgut oder die Flüssigkeit wird vom Dosierer aus dem Trichter ausgetragen; der daraus resultierende Gewichtsverlust pro Zeiteinheit wird durch das Wäge- und Regelsystem festgestellt. Der tatsächliche Gewichtsverlust pro Zeiteinheit wird mit dem gewünschten Sollwert verglichen.

Differenzen zwischen dem tatsächlichen und Sollgewichtsverlust pro Zeiteinheit werden durch Leistungsanpassung des Dosiergeräts korrigiert. Erreicht der Trichter ein voreingestelltes Mindestgewicht, wird der Regelprozess kurz unterbrochen und der Trichter wiederbefüllt.

Während der Nachfüllzeit erhöht sich das Gewicht und die Steuereinheit reguliert die Leistung des Dosiergeräts, basierend auf historischen Gewichts- und Leistungsdaten, die in früheren Dosierzyklen gesammelt wurden.

Differential-Dosierwaagen arbeiten am Genauesten in Kombination mit einem hochauflösenden, vibrationsfesten Wägesystem mit niedrigen Ansprechzeiten und einem selbstoptimierendem Regelsystem.

Inside a loss-in-weight-feederCoperion K-Tron Regelmodul oder Anschlussbox

Das Coperion K-Tron Regelmodul (KCM, Coperion K-Tron Control Module) kombiniert die Dosierersteuerung mit einem Motorantrieb oder Vibrationsrinnenantrieb und wird in einem IP65-/ Nema-4-Gehäuse direkt am Dosierer montiert. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, diese Komponenten auf einer weiter entfernten Bedienungsstafel zu montieren, und damit die kostenintensive Verkabelung zwischen Dosierer und Bedienungsraum. Alle Verkabelung zwischen Wägesystemen, Motor und dem Regelmodul ist ab Werk bereits installiert, wodurch Einrichtungszeit und -kosten verringert werden. Alle Dosierer in einer Prozesslinie lassen sich über ein einziges Kabel (über standardmässige serielle Kommunikationsprotokolle) mit der Bedienerschnittstelle im Bedienungsraum verbinden. In Gefahrenzonen kann das KCM weiter entfernt montiert und durch eine Anschlussbox ersetzt werden.

Trichter

Trichter sind in einer Vielzahl von Konfigurationen verfügbar. Symmetrische und asymmetrische Trichter mit oder ohne Vertikal-Rührwerk sind je nach Fliesseigenschaften des zu dosierenden Materials verfügbar.

Modulare Dosiergeräte

Das Dosiermodul ist horizontal ausschwenkbar montiert, wodurch die Reinigung oder das Auswechseln einzelner Bauteile vereinfacht wird. Schneckendosierer können mit horizontalen Rührwerken ebenso wie mit Vibrationsrinnen, Bändern, Bulk Solids Pumps und weiteren Dosiergeräten geliefert werden.

Einlauf/Nachfüllung

Trichter können je nach Dosierleistung sowohl manuell als auch automatisch nachgefüllt werden. Bei der automatischen Nachfüllung hängt die Einlass- und Ventilgrösse von Nachfüllrate, Materialfluss-Eigenschaften und Trichtergrösse ab. Die Verbindung zu vorgeschalteten Nachfüllgeräten erfolgt durch flexible Bälge. Druckkompensations-Systeme sind auf Anfrage verfügbar.

Luft/Lüftung

Während des Dosiervorgangs tritt Luft notwendigerweise während der Materialförderung in den Trichter ein und aus dem Trichter aus. Daher ist ein Entlüftungsanschluss eingebaut, der mit folgenden Systemen verbunden werden kann: Anlagenweite Entstaubungsanlagen, dem Nachfüllbehälter, der Atmosphäre durch einen nachgeschalteten Gewebefilter oder durch einen selbstreinigenden, auf dem Trichter montierten Jetfilter. Die Verbindung zu vorgeschalteten Trichtern oder Sammelbehältern erfolgt durch flexible Bälge.

Smart Force Transducer (SFT) Wägetechnologie

Dieses hochauflösende (4 ppm), null-eingefederte, vibrations- und temperaturfestes Wägesystem liefert äusserst schnell hochgenaue Gewichtsdaten an das Regelsystem. Lieferbar als Plattformwaage oder hängendes 3-Punkt-Wägesystem, wie hier gezeigt.

Getriebe/Motorantrieb

Eine Vielzahl von Getriebevarianten und -grössen ist für ein breites Spektrum an Dosierleistungen verfügbar. Motoren sind in den Ausführungen Gleichstrom mit einem Regelbereich von 100:1, Wechselstrom mit einem Regelbereich von 20:1, und als Schrittmotor verfügbar. Zudem ist eine Auswahl von Motoren zum Einsatz in Gefahrenzonen verfügbar.

Austrag

Es gibt folgende Konfigurationen: Horizontal offen, vertikal geschlossen oder vertikal geschlossen mit Druckkompensation. Separate Probenahmeventile für die Materialentnahme zur Kalibrationsprüfung sind ebenfalls lieferbar.