Anwendungen für Differential-Chargendosierung (LIW)

Differential-Chargendosierung (LIW, Loss-in-Weight) bietet die schnellste und genaueste Messung und Kontrolle individueller Stoffe, die in einen Chargenprozess eingebracht werden

Loss-in-weight batching illustratedBei Prozessen, bei denen jede Zutat genau verwogen werden muss, wenn die Chargenzeiten minimal gehalten werden müssen oder wenn es grosse Divergenzen im Verhältnis von Haupt- zu Nebenbestandteilen gibt, sind Differential-Dosierwaagen die optimale Lösung.

Chargengrösse und Anforderungen an die Genauigkeit sind oft die Hauptgründe für eine Entscheidung zwischen Differential-Chargendosierung und Gain-in-Weight (GIW)-Chargendosierung Generell wird Gain-in-Weight-Dosierung eingesetzt, wenn Auflösung und Ansprechzeiten einer Plattformwaage die Genauigkeitsanforderung der Charge erfüllen. Die meisten Plattformwaagen haben allerdings ungenügende Auflösung und Ansprechzeiten für die Chargendosierung kleiner Mengen eines Produkts in einen grossvolumigen Behälter.

Im Gegensatz zu Gain-in-Weight-Systemen, bei denen volumetrische Dosierer jede Zutat nacheinander dosieren, übergeben Differential-Chargendosierer die einzelnen Zutaten zeitgleich an einen Sammelbehälter.

Eine Genauigkeit von +/- 0,1 bis 0,5 % erreichen Coperion K-Tron-Systeme zur Differential-Chargendosierung durch die Montage der Differential-Chargendosierer auf digitalen Wägezellen mit kürzesten Ansprechzeiten und einer Auflösung von 1 : 4.000.000.

Ein Differential-Chargenregelsystem überwacht Gewichtsverlust aus dem Trichter und regelt die Start/Stopp-Funktionen der Dosierer.

Da jeder Dosierer über ein eigenes Wägesystem verfügt, verarbeitet das Differential-Chargendosierungssystem jede Zutat mit höherer Genauigkeit und in kürzerer Zeit.

Loss-in-weight feeders feed various components to an IBC on a platform scaleIm Gegensatz zur Zutatenschichtung, zu der es bei der Gain-in-Weight-Chargendosierung kommt, werden bei der Differential-Chargendosierung alle Zutaten simultan dosiert, wodurch der Schichtungseffekt und damit die Zeit und Kosten nachgeschalteter Weiterverarbeitung wegfällt.

Differential-Chargendosierung ist die optimale Lösung, wenn kleinste Mengen einer Zutat dosiert werden müssen. Diese Zutaten müssen oft hochgenau verwogen werden und sind üblicherweise teuer, wodurch Kostenkontrolle zu einer hohen Priorität wird.

Wenn eine zusätzliche Bestätigung des Chargengewichts benötigt wird, kann eine Konfiguration mit zwei Wägeeinrichtungen eingesetzt werden.

Hierbei wird ein Differential-Chargendosierer mit einem nachgeschalteten Gain-in-Weight-System kombiniert.

Das Gain-in-Weight-System wird eingesetzt, um das Gewicht der vom Differential-Chargendosierer ausgestossenen Charge vor Weiterverarbeitung zu bestätigen.

In der obigen Abbildung einer pharmazeutischen Anwendung dosieren Differential-Dosierwaagen verschiedene Stoffe in einen IBC-Container, der auf einer Plattformwaage steht.